AGB für Coaching-Leistungen
§ 1 Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Coaching-Leistungen, die durch fuehrungsimpuls Scherin Beuther e.K. (“Coach”) gegenüber Privatpersonen und Unternehmen (“Klient”) erbracht werden – unabhängig davon, ob das Coaching in Präsenz oder online (z. B. per Videokonferenz) durchgeführt wird. Abweichende Bedingungen des Klienten finden keine Anwendung, es sei denn, der Coach stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
§ 2 Grundlagen des Coachings und Zusammenarbeit
(1) Das Coaching beruht auf gegenseitigem Vertrauen und setzt die Bereitschaft des Klienten zur aktiven Mitarbeit voraus. Der Klient/der Auftraggeber wurde über angewandte Methoden, deren Funktionsweisen, Zwecke, mögliche Risiken und Ergebnisse informiert und erklärt sich damit einverstanden.
(2) Das Coaching findet auf Grundlage des in den Vorgesprächen vereinbarten Coachingkonzepts statt. Der Coach erbringt seine Leistungen persönlich, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart wurde.
(3) Die Vertragspartner unterrichten sich in jeder Phase des Coachings gegenseitig über alle Umstände, die für den Auftrag und seine Ausführung bedeutsam sind. Über diesen Vertrag, seine Durchführung und die damit zusammenhängenden Umstände bewahren beide Seiten striktes Stillschweigen.
§ 3 Anmeldung und Vertragsschluss
(1) Die Buchung eines Coachings kann schriftlich oder per E‑Mail erfolgen.
(2) Die Anmeldung ist verbindlich. Der Coachingvertrag kommt mit Zugang der Anmeldebestätigung durch den Coach, spätestens jedoch mit Beginn der ersten Coaching‑Sitzung, zustande. Sollte der gewünschte Termin bereits vergeben sein, wird der Klient unverzüglich informiert.
§ 4 Widerrufsbelehrung für Verbraucher (§ 13 BGB)
Widerrufsrecht
Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsschlusses. Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie mir (fuehrungsimpuls Scherin Beuther e.K., Hirtenstraße 11a, 65193 Wiesbaden, Telefon: +49 172 781 33 5, E-Mail: kontakt@scherinbeuther.de) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. Brief oder E‑Mail) über Ihren Entschluss, diesen Vertrag zu widerrufen, informieren. Sie können dafür das beigefügte Muster‑Widerrufsformular verwenden, das jedoch nicht vorgeschrieben ist. Zur Wahrung der Frist reicht es aus, dass Sie die Mitteilung vor Ablauf der Frist absenden.
Folgen des Widerrufs
Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, erstatten wir alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens binnen vierzehn Tagen ab dem Tag, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf bei uns eingegangen ist. Für diese Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungsmittel wie bei der ursprünglichen Transaktion, es sei denn, es wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart; Ihnen entstehen keine Entgelte.
Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistung (Coaching) während der Widerrufsfrist beginnen soll, haben Sie einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zum Zeitpunkt Ihres Widerrufs bereits erbrachten Leistungen im Verhältnis zum Gesamtumfang entspricht.
Erlöschen des Widerrufsrechts
Das Widerrufsrecht erlischt, wenn der Coach die Dienstleistung vollständig erbracht hat, nachdem Sie ausdrücklich zugestimmt haben, dass der Coach vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Ausführung beginnt, und Sie Ihre Kenntnis vom Verlust des Widerrufsrechts bei vollständiger Vertragserfüllung bestätigt haben.
Muster‑Widerrufsformular
– An: Scherin Beuther, Hirtenstraße 11a, 65193 Wiesbaden, Telefon: +49 172 781 33 55, E-Mail: kontakt@scherinbeuther.de
– Hiermit widerrufe(n) ich/wir (*) den von mir/uns (*) abgeschlossenen Vertrag über die Erbringung der folgenden Coaching‑Leistung (*)
– Bestellt am (*)/erhalten am (*)
– Name des/der Verbraucher(s)
– Anschrift des/der Verbraucher(s)
– Unterschrift des/der Verbraucher(s) (nur bei Mitteilung auf Papier)
– Datum
(*) Unzutreffendes streichen.
§ 5 Leistungsumfang
(1) Der Coach erbringt die im Angebot bzw. Coachingvertrag beschriebenen Leistungen.
(2) Präsenz‑Coaching: Der Durchführungsort wird vorab vereinbart. Reise‑, Übernachtungs‑ und Nebenkosten sind, sofern nicht anders vereinbart, nicht im Honorar enthalten.
(3) Online‑Coaching: Der Klient ist für eine stabile Internetverbindung sowie die erforderliche technische Ausstattung (Endgerät, Kamera, Mikrofon) selbst verantwortlich. Technische Störungen im Verantwortungsbereich des Klienten begründen keinen Anspruch auf einen Ersatztermin oder eine Rückerstattung.
(4) Technische Störungen außerhalb des Verantwortungsbereichs des Klienten: Kommt es zu Störungen, die nicht vom Klienten zu vertreten sind, und kann die Sitzung deshalb nicht sinnvoll durchgeführt werden, wird ein Ersatztermin vereinbart; bereits erbrachte Teil‑Leistungen können anteilig abgerechnet werden.
(5) Geringfügige Leistungsänderungen (z. B. Anpassung der Methodik, Wechsel der Online‑Plattform, organisatorische Anpassungen) bleiben vorbehalten, soweit dies dem Klienten zumutbar ist.
§ 6 Terminvereinbarung, Absage und Verschiebung durch den Klienten
(1) Termine werden individuell vereinbart. Eine Terminabsage oder ‑verschiebung durch den Klienten ist bis spätestens 48 Stunden vor dem vereinbarten Termin kostenfrei möglich.
(2) Bei späterer Absage oder Nichterscheinen wird das vereinbarte Honorar fällig, es sei denn, der Termin kann anderweitig vergeben werden. Für Verbraucher (§ 13 BGB) gilt diese Regelung erst nach Ablauf der gesetzlichen Widerrufsfrist.
(3) Optionale Staffelung: Absage 24–48 Stunden vor Termin: 50 % des Honorars; Absage < 24 Stunden/Nichterscheinen: 100 % des Honorars. Ein Nachweis eines geringeren Schadens bleibt dem Klienten vorbehalten.
(4) Bei Coaching‑Paketen mit mehreren Sitzungen gilt die vorstehende Regelung für jede einzelne Sitzung.
§ 7 Absage und Verlegung durch den Coach
Kann der Coach einen vereinbarten Termin aus wichtigem Grund (z. B. Krankheit, höhere Gewalt) nicht wahrnehmen, wird der Klient unverzüglich informiert und erhält einen Ersatztermin. Alternativ wird ein bereits gezahltes Honorar für die ausgefallene Sitzung erstattet. Außer bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit haftet der Coach nicht für vergebliche Aufwendungen oder ähnliche Nachteile infolge der Terminabsage.
§ 8 Kündigung bei Coaching‑Paketen
(1) Bei Coaching‑Leistungen über mehrere Sitzungen/Zeiträume kann der Klient das verbleibende Coaching mit einer Frist von zwei Wochen zum Ende der jeweils laufenden Sitzung schriftlich kündigen.
(2) Bereits gezahlte, aber noch nicht erbrachte Honorare werden anteilig erstattet. Gewährte Paket‑Rabatte werden bei anteiliger Rückerstattung pro rata temporis angepasst.
§ 9 Honorar, Zahlungsmethoden und Verzug
(1) Nach Vertragsschluss erhält der Klient eine Rechnung über das vereinbarte Honorar. Sofern nicht anders vereinbart, ist das Honorar vor Beginn der jeweiligen Sitzung bzw. gemäß Zahlungsplan fällig.
(2) Zulässige Zahlungsmethode: Überweisung
(3) Bei Zahlungsverzug ist der Coach berechtigt, weitere Termine bis zum Ausgleich offener Forderungen auszusetzen. Gesetzliche Verzugszinsen: gegenüber Verbrauchern 5 Prozentpunkte, gegenüber Unternehmern 9 Prozentpunkte über dem Basiszinssatz; die Geltendmachung eines höheren Verzugsschadens bleibt vorbehalten. Eine Mahnkosten‑Pauschale in Höhe von 5 € kann erhoben werden.
§ 10 Vertraulichkeit und Datenschutz
(1) Der Coach behandelt alle im Rahmen des Coachings bekannt gewordenen Informationen vertraulich und gibt sie nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Klienten oder aufgrund gesetzlicher Pflicht an Dritte weiter. Bei Coachings im Auftrag eines Unternehmens werden Inhalte einzelner Sitzungen dem beauftragenden Unternehmen nur mit Zustimmung des Klienten mitgeteilt, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes vereinbart ist.
(2) Datenschutz: Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten (Zwecke, Rechtsgrundlagen, Speicherdauer, Betroffenenrechte) ergeben sich aus der Datenschutzerklärung des Coachs unter scherinbeuther.de/datenschutzerklaerung bzw. werden auf Anfrage zur Verfügung gestellt. Der Coach handelt in der Regel als eigener Verantwortlicher im Sinne der DSGVO.
§ 11 Haftung und Abgrenzung
(1) Der Coach haftet für Schäden nur, soweit diese auf der Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht beruhen oder auf vorsätzlichem/grob fahrlässigem Verhalten des Coachs, seiner gesetzlichen Vertreter oder Erfüllungsgehilfen. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Pflichten ist die Haftung auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Die Haftung wegen schuldhafter Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit bleibt unberührt.
(2) Coaching setzt Selbstverantwortlichkeit sowie normale psychische und physische Belastbarkeit voraus. Coaching ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Heilbehandlung und beinhaltet keine Rechts‑ oder Steuerberatung. Bei Anliegen, die einer therapeutischen oder ärztlichen Behandlung bedürfen, wird der Klient auf entsprechende Fachpersonen hingewiesen; das Coaching kann bis zur Klärung unterbrochen werden.
(3) Der Klient bleibt für seine Entscheidungen und deren Umsetzung vor, während und nach dem Coaching selbst verantwortlich; eine Erfolgsgarantie besteht nicht.
§ 12 Urheber‑ und Nutzungsrechte; Aufzeichnungen
(1) Sofern nicht anders vereinbart, erhält der Klient kein Recht zur gewerblichen Nutzung vom Coach genutzter Marken und Unterlagen.
(2) Vom Coach bereitgestellte Unterlagen (z. B. Arbeitsblätter, Materialien) sind urheberrechtlich geschützt. Der Klient erhält hieran ein einfaches, nicht exklusives, nicht übertragbares und nicht unterlizenzierbares Nutzungsrecht zum eigenen Gebrauch. Eine Weitergabe an Dritte, Veröffentlichung oder öffentliche Zugänglichmachung ist ohne vorherige schriftliche Zustimmung des Coachs unzulässig.
(3) Bild‑ und Tonaufnahmen von Coaching‑Sitzungen bedürfen der vorherigen schriftlichen Zustimmung beider Parteien.
§ 13 Rechtswahl, Gerichtsstand, Schlussbestimmungen
(1) Es gilt deutsches Recht. Zwingende Verbraucherschutzvorschriften des Staates, in dem der Verbraucher seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, bleiben anwendbar.
(2) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag ist – sofern der Klient Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich‑rechtliches Sondervermögen ist – der Sitz des Coachs. Für Verbraucher gilt der gesetzliche Gerichtsstand.
(3) Salvatorische Klausel: Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gilt diejenige wirksame Regelung als vereinbart, die dem wirtschaftlichen Zweck der unwirksamen Bestimmung am nächsten kommt. Entsprechendes gilt für Regelungslücken.